Pilotprojekt „Extensive Landwirtschaft"

Saarland · seit Dezember 2023
Ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb wird ökologisch transformiert.
Unser Pilotprojekt in der extensiven Landwirtschaft ist ein sogenannter landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb im Landkreis St. Wendel im Saarland. Er gehört seit Dezember 2023 zu GREENZERO. Zum Hof gehören 59,8 ha Ackerland und 41,1 ha Grünland sowie 2,1 ha Wald.
Diese Flächen wurden bisher mit einer hohen Intensität konventionell bewirtschaftet. Das bedeutet konkret, dass die Ackerflächen stark bearbeitet und auch Pestizide angewendet wurden. Durch eine intensive Bodenbearbeitung kommt es u. a. zur Absenkung des Grundwasserspiegels sowie Bodenerosion.
Durch die Pestizidanwendung wurde die Artenvielfalt ober- und unterirdisch stark beeinträchtigt.
Größe
103 Hektar
Ort
Landkreis St. Wendel (Saarland)
Renaturierungsziele
Ganzheitliche Transformation des landwirtschaftlichen Pilotbetriebs; artenreiches Grün- und Ackerland; Schaffung von Sonderbiotopen.
Projekttagebuch
11. April 2026Striegeln
Im Frühjahr wurden die Flächen gestriegelt, um den Beikrautdruck auf das Wintergetreide zu reduzieren. Da das Wintergetreide bereits aufgegangen ist, kam statt des klassischen Striegels eine Rollhacke zum Einsatz. Ihre rotierenden Sterne werfen Erde auf die Beikräuter, die so…
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24. März 2026Aussaat von Erbsen und Hafer
Erbse und Hafer wurden als Hauptfrüchte der Saison ausgesät. Die Drille legte das Saatgut in Reihen ab. Als Sommerfrüchte werden Erbse und Hafer im Frühjahr gesät, reifen den Sommer über, um dann im Herbst geerntet zu werden.
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24. März 2026Blindstriegeln nach der Aussaat
Direkt nach der Aussaat von Erbse und Hafer wurden die Flächen schonend gepflegt. Beim Striegeln fährt ein Traktor über das Feld und lockert die Bodenoberfläche flach auf, ohne den Boden umzudrehen. In diesem Fall wurde blind gestriegelt, also bevor die Kultur aufgegangen…
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Die Renaturierungsziele für das Pilotprojekt
- Extensivierung und Diversifizierung der Bewirtschaftung.
- Regeneration des Bodens — z. B. durch Erosionsstopp, Humusaufbau und Gerätewahl.
- Entwicklung einer strukturreichen Kulturlandschaft — z. B. durch Saum- und Gehölzbiotope.
- Anlage von Sonderbiotopen für mehr Lebensraumvielfalt, v. a. für spezialisierte Arten, z. B. Steinriegel.
- Berücksichtigung und gezielte Förderung sensibler oder gefährdeter Pflanzen- und Tierarten — z. B. Bodenbrüter.
- Ganzheitliche Transformation des Pilotbetriebs durch Inklusion von Sozialem, Kreislaufdenken, Vermarktung und erneuerbarer Energien in Ökologie & Ökonomie.



