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Maßnahmen im Pilotprojekt extensive Landwirtschaft (Q4 2024)

Unser Pilotprojekt in der extensiven Landwirtschaft ist ein sogenannter landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb im Landkreis St. Wendel im Saarland. Er gehört seit Dezember 2023 zu GREENZERO. Zum Hof gehören 22 ha Ackerland und 20 ha Grünland sowie 1 ha Wald.

Ende Oktober 2024: Mahd des Grünlandes

Während auf Ackerflächen Getreide oder Gemüse angebaut wird, wachsen auf Grünlandflächen vor allem Blütenpflanzen wie Gräser und Kräuter. Wird Grünland selten und schonend beweidet oder gemäht, kann es sich zu einem Hotspot für Artenvielfalt entwickeln. Für dessen Erhalt ist eine regelmäßige Pflege nötig. Um Insekten zu schonen, setzen wir auf schneidende Techniken. Statt geschreddert zu werden, fallen geschnittene Grashalme zur Seite.

Mit einer Doppelmessertechnik an einem Schlepper wurde unser Grünland auf ca. 10 cm gestutzt. Zu angrenzenden Lebensräumen wurde ein rund 9 Meter breiter Streifen stehen gelassen. Im Winter finden Insekten und Vögel dort Schutz und Nahrung. Das entstandene Schnittgut wurde zusammengetragen und zur Kompostierung auf den Hof gefahren. Balkenmäher, Schlepper, Heuwender und Ladewagen waren auf 48,4 Hektaren unterwegs.

4. bis 10. November 2024: Einsaatvorbereitung auf Ackerflächen

Auf unseren Ackerflächen sollen sowohl innerhalb eines Jahres als auch über die Jahre hinweg die angebauten Nutzpflanzenarten wechseln. Diese Abfolge verschiedener Nutzpflanzenarten heißt Fruchtfolge. Eine vielfältige Fruchtfolge ist wichtig für eine vielfältige Ackerfläche und somit Kernelement nachhaltiger Landwirtschaft. Das Gegenteil bildet eine Monokultur, bei der über einen Zeitraum von fünf Jahren kein Fruchtwechsel stattfindet.

Ungefähr 28 Hektare unserer Ackerflächen wurden für die Einsaat vorbereitet. Dazu wurde der Boden auf besonders schonende Weise gelockert, indem einmal tief und einmal flach gegrubbert wurde. Anders als beim Pflügen wird der Boden beim Grubbern nicht umgedreht, sondern lediglich aufgelockert. So bleibt die natürliche Bodenstruktur erhalten und Bodenlebewesen werden geschont. Es kamen Traktor, Grubber und Walze zum Einsatz.

4. bis 10. November 2024: Herbsteinsaat

Traktor, Drillmaschine und Walze waren für die Einsaat auf unseren Ackerflächen nötig. Die Drillmaschine (im Bild) legt das Saatgut in Reihen ab. Die Walze drückt das Saatgut an. So kommen die Samen in einen besseren Kontakt mit dem Boden und können dessen Feuchtigkeit leichter aufnehmen. Auf rund 36 Hektaren wachsen nun Wintererbse, Winterroggen und Winterweizen heran. Sie werden Bestandteil einer vielfältigen Fruchtfolge sein.

Winterroggen wird in Mitteleuropa häufiger als Sommerroggen angebaut. Das liegt an dem höheren Ertrag. Der Winterroggen kommt mit geringen Temperaturen zurecht und kann die Feuchtigkeit im Winter für sich nutzen. Geerntet wird er dann im Sommer. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Winterweizen. Auch die Wintererbse wächst bis zum Sommer kräftig. Bis die Schoten erntereif sind, kommt sie auf gut einen halben Meter Höhe.

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